Wenn Krankenhäuser bauen – kommunikative Chancen nutzen

Krankenhaus-Baustelle

Ganz gleich, ob ein Industrieunternehmen einen Produktionsstandort aufbaut, oder ein Klinikkonzern in den Ausbau eines seiner Häuser investiert. Bauprojekte dieser Art stoßen auf Interesse und berühren die Belange unterschiedlichster Anspruchsgruppen. Sie wirken im öffentlichen Raum und im Zweifel auch auf betriebsinterne Prozesse und Abläufe. Dass daraus ein Informationsbedarf erwächst, liegt auf der Hand. Es gibt also gute Gründe dafür, Bauprojekte kommunikativ zu begleiten.

In guter Nachbarschaft

Krankenhäuser führen kein monolithisches Dasein. Sie liegen oftmals zentral eingebettet in ein gewachsenes urbanes Umfeld und spielen gerade in mittelgroßen Städten nicht nur als Gesundheitseinrichtung eine wichtige Rolle. Auch als Wirtschaftsfaktor sind sie hier von grundsätzlichem öffentlichen Interesse. Wenn an solchen Häusern etwa umfangreiche Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt sollen, dann ist es zunächst einmal ganz simpel eine Frage der guten Nachbarschaft, darüber zu informieren – zumal baubedingte Beeinträchtigungen wie Lärm, Staub oder Verkehrsbehinderungen nicht zu vermeiden sind. Frühzeitige Aufklärung und eine fortlaufende Information über den Baustatus schaffen Verständnis und vermeiden im Zweifel Missverständnisse und Ärger.

Wenn Baummaßnahmen im Bestand, parallel zum laufenden Krankenhausbetrieb durchgeführt werden, ist das nicht nur eine Herausforderung für die Baustellenplanung, sondern auch für die Kommunikation. Denn nur wenn Ärzte und Pflegepersonal im Detail über Art, Ausmaß und Terminierung bestimmter Maßnahmen informiert sind, werden sie sich auf anstehende Veränderungen einstellen können. Gleichzeitig ist es natürlich unerlässlich auch Patienten und Besucher in Kenntnis zu setzen und auf dem Laufenden zu halten. Es geht alles in allem ein Stück weit um baubegleitende Regelkommunikation.

Von der Pflicht zur Kür

Abhängig von Art und Umfang können Baumaßnahmen von Krankenhäusern aber auch gezielt zur Profilierung und Imagebildung kommunikativ genutzt werden. Ein Aspekt, der vor dem Hintergrund der Wettbewerbssituation im Krankenhausbereich nicht ganz uninteressant ist. So ist es eine Sache, nüchtern, kurz und faktenorientiert über die termingerechte Fertigstellung des neuen Bettenhauses zu berichten. Man könnte unter dem Stichwort Healing Environment aber auch beschreiben, wie die Räume nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgestattet und gestaltet wurden. Die Hintergründe dazu werden dann in einem Interview mit dem verantwortlichen Innenarchitekten erläutert – Interessenten und geladene Gäste können an einem Besichtigungstermin unter sachkundiger Führung und Medienbegleitung teilnehmen. Ein weiteres Beispiel: Unmittelbar baubezogene Anknüpfungspunkte lassen sich auch nutzen, um einzelne „Köpfe“ des Hauses vorzustellen, oder um mit kleinen durchaus unterhaltsamen Hintergrundgeschichten Sympathiepunkte zu sammeln.

Die Möglichkeiten, den Gesundheitsbetrieb Krankenhaus auch einmal von einer anderen Seite zu beleuchten, sind sicher vielfältig. Worauf es letztlich ankommt, ist das Gespür und die Kreativität bei der Themenentwicklung bzw. -umsetzung. Kommunikationsverantwortliche von Krankenhäusern sollten bei der Planung von größeren Baumaßnahmen in jedem Fall frühzeitig und dann auch dauerhaft über den gesamten Projektverlauf involviert sein. Nur so können zielführende baubegleitende Kommunikationsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.


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