Public Relations: Sechs Trends für 2017

Public Relations: Sechs Trends für 2017Auch 2017 gewinnen Content-Marketing und Influencer Relations weiter an Bedeutung. Redaktionelle Inhalte („Earned Media“) werden immer wichtiger. Entgegen aller Unkenrufe bleiben die eigenen Kanäle fester Bestandteil von Public Relations und Marketing. Mitarbeiter in Pressestellen und Marketing müssen also Ihre Fähigkeiten ständig erweitern, wenn Sie mit den Entwicklungen Schritt halten möchten.

1. Bewegtbild statt starrer Texte

Neue Apps und Angebote in Social Networks setzen auf audiovisuelle Inhalte. Hohe Übertragungsraten sind auch mobilen Bereich inzwischen weit verbreitet. Ob Sie Ihre Zielgruppe nun auf Snapchat oder Instagram erreichen oder nicht: Videos, interaktive Grafiken oder Präsentationen sollten 2017 Teil jeder Public-Relations-Kampagne sein. Damit setzt sich der Trend zu mehr bewegten Bildern im Internet fort. Klar dass es dabei auf hochwertige, einzigartige Inhalte und crossmediale Konzepte ankommt.

Content Marketing verbindet Elemente von Public Relations und Marketing
Mit dem im Herbst neu gestalteten Online-Magazin „gesundheit aktuell“ setzt die Union Krankenversicherung auf hochwertige redaktionelle Inhalte mit einem großen Anteil audiovisuellen Contents. Kern ist die enge Verzahnung des Online-Auftritts mit den Themen der Print-Ausgabe.

 

2. Echtzeit-Kommunikation wird wichtiger

Angebote wie Facebook live oder Instagram Stories zeigen, dass Echtzeit-Kommunikation immer wichtiger wird. Public Relations und Marketing müssen heute innerhalb von Minuten sprachfähig sein. Die Zeit, Stellungnahmen und Sprachregelungen erst noch über Stunden oder gar Tage abzustimmen, bleibt nicht mehr. Besonders für die Krisenkommunikation ist diese Handlungsfähigkeit wichtig. Ein gut vorbereiteter und sprachfähiger Social-Media-Manager sollte Ihr Unternehmen nach außen vertreten.

3. Content braucht keine Pressemitteilungen

Social Media bleibt auch 2017 ein wichtiger Weg, um Ihre Inhalte bekannt zu machen. Social Networks bieten inzwischen die Möglichkeit, einzelne Beiträge gezielt zu bewerben. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um Ihre Inhalte zu verteilen und neue Kunden für Ihr Angebot zu begeistern. Auch der Einsatz von Google AdWords kann sich lohnen. Sprechen Sie außerdem wichtige Influencer Ihrer Branche an. Wenn es Ihnen gelingt, dass sie Ihre Inhalte erwähnen oder teilen, zahlt dies unmittelbar auf Ihre Glaubwürdigkeit ein. Womit wir beim nächsten Punkt wären…

4. Pressemitteilungen sind Geschichte

Sagen wir es kurz und knapp: Die klassische Pressemitteilung im Massenversand ist tot. Geben Sie Ihre Geschichte lieber gleich an eine gute Textagentur oder einen freien Journalisten und bieten Sie den fertigen Beitrag an. Welcher Aufhänger für Ihren Medienpartner interessant ist, erfahren Sie nur im persönlichen Gespräch oder einem guten „journalistischen Riecher“. Gute Beziehungen zu den wichtigen Journalisten und Influencern Ihrer Branche sind deshalb für erfolgreiche Pressearbeit besonders wichtig.

5. Medienarbeit verschiebt sich von Print zu Online

Insgesamt verschiebt sich die Medienarbeit weiter von Print zu Online. Vergessen Sie bei der Gelegenheit bitte aber gleich die freien Presseportale – die schaden Ihren Suchergebnissen oft mehr, als dass Sie Ihnen nützen. Bereiten Sie stattdessen Ihre Inhalte möglichst passgenau für einzelne Angebote auf und verzichten Sie auf simple Marketing-Botschaften. Die Zeiten der Zweitverwertung im Internet sind passé – erstellen Sie einzigartigen („unique“) Content. Das Ziel der Online-Angebote ist es, Ihre Nutzer zu begeistern und auf der Seite zu halten. Setzen Sie deshalb auf Inhalte, die zu positiven Kommentaren, Likes oder einer hohen Verweildauer führen. Mit diesem Vorgehen können selbst Veröffentlichungen auf der eigenen Seite heute ein breiteres Publikum erreichen als die klassische Massen-Pressemitteilung.

6. Die Messbarkeit von Public Relations steigt

Die Branche diskutiert es seit Jahren, aber so langsam wird es ernst. Auch wenn es vielen Agenturen nicht passt: Die Messbarkeit von Public Relations wird immer wichtiger. Und mit der Verarbeitung großer Datenmengen (Stichwort: Big Data) gewinnt das Thema 2017 Fahrt. Nahezu jeder Geschäftsprozess liefert heute Daten. Die Kunst liegt darin, diese Datenfragmente aus verschiedenen Geschäftsbereichen zusammenzuführen und sinnvoll mit den PR-Maßnahmen in Verbindung zu bringen. Bis es soweit ist, sollten PR- und Marketing-Manager zumindest nachhalten, welche Inhalte bei Ihrem Zielpublikum besonders gut ankommen.

Fazit: Die Aufgaben der Public Relations erweitern sich

Mit der Digitalisierung verändert sich das Berufsbild der Public Relations weiter. Wer bestehen will, muss seine Fähigkeiten erweitern. Zu den klassischen PR-Disziplinen Schreiben, Veranstaltungsplanung und Beziehungspflege treten die Felder Social Media, Content Marketing und Content Strategie. Damit verbunden verwischt auch die Grenze zwischen PR- und Marketing-Kommunikation weiter.

 

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